Selbsthilfe

Grundsätzlich gilt: was dem Körper guttut, tut auch dem Auge gut. Im Folgenden finden Sie einige Tipps wie Sie ihre Augengesundheit positiv beeinflussen können:

Prävention von Kurzsichtigkeit

Naharbeit (Lesen, Bildschirmtätigkeit etc.) begünstigt die Entstehung und das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit. Dieser Zusammenhang ist mittlerweile wissenschaftlich belegt. Dadurch, dass das Bildungsniveau der Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten gestiegen ist, hat sich die Häufigkeit der Kurzsichtigkeit verdoppelt. Mittlerweile sind mehr als 50% der Menschen kurzsichtig, wobei die Häufigkeit stetig steigt. Wegen der heutigen Lebensumstände (Tendenz zur Wissensgesellschaft, Digitalisierung etc.) kann man sich der Naharbeit nicht entziehen. Deshalb ist es wichtig, den Leseabstand von ca. 40 cm konsequent einzuhalten und für genügend Licht zu sorgen. Die Kurzsichtigkeit ist an sich ein sinnvoller Mechanismus, um Ihnen die Naharbeit zu erleichtern. Um ihrer Entstehung und ihrem Fortschreiten entgegenzuwirken, bedarf es einer Balance zwischen Nahsehen und Fernsehen (Nah- und Fernkonto). Wenn Sie z.B. zu viel nahsehen, wird das Nahkonto überbucht und Sie werden bei entsprechender genetischer Empfänglichkeit kurzsichtig. Bewusstes Fernsehen im Freien bei Tageslicht trägt zur Prävention der Kurzsichtigkeit bei. Das höchste Risiko haben Kinder und Jugendliche. Aber auch im Erwachsenenalter kann bei entsprechender genetischer Belastung und intensiver Naharbeit eine Kurzsichtigkeit entstehen.

Umgang mit digitalen Medien

Digitale Medien bestimmen unser Leben. Die Fülle an Informationen und die Vielzahl von digitalen Verlockungen verleiten uns, länger als notwendig vor Computern, Tablets, Smartphones etc. zu verbringen. Abgesehen davon, dass wir bei diesen Tätigkeiten Naharbeit leisten und somit auf unser Nahkonto buchen, setzen wir uns einer hohen Intensität von Blaulicht, das von den Bildschirmen ausgeht, aus. Das Blaulicht reguliert den Tag-Nacht-Rhythmus indem es die Funktion der Zirbeldrüse beeinflusst. Zu viel Blaulicht kann zu Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten führen, wodurch das Lesen noch anstrengender wird. Forciertes Lesen bei Müdigkeit führt eher zu einer Kurzsichtigkeit als freudiges Lesen im ausgeruhtem Zustand. Zudem führt die Bildschirmarbeit durch die deutlich verringerte Blinzelfrequenz zu trockenen Augen. Meine Empfehlung ist daher, Tätigkeiten in der digitalen Welt, die zum Fortkommen im realen Leben wenig beitragen (Computerspiele etc.), auf ein Mindestmaß zu reduzieren oder am besten völlig zu eliminieren.

UV-Schutz und Blaulichtfilter

Unser Licht ist ein Spektrum verschiedener Wellenlängen. Das UV-Licht und das Blaulicht stechen im Zusammenhang mit Augen besonders hervor, weil sie bei zu starker Einwirkung zur Bildung von freien Radikalen führen und damit neben anderen Strukturen (Linse, Glaskörper) auch die Netzhaut schädigen können. Die Entstehung der Makuladegeneration wird z.B. durch die freien Radikale begünstigt. Zudem beeinflusst das Blaulicht den Hormonhaushalt und den Tag-Nacht-Rhythmus. Daher ist bei starker Sonnenintensität das Tragen von Sonnenbrillen sinnvoll. Dabei ist zu beachten, dass die meisten Sonnenbrillen nur einen UV-Filter aber keinen Blaulichtfilter haben. Sonnenbrillen mit UV- und Blaulichtfilter sind erhältlich. 

 

   

  

   

    

Pflanzliche Farbstoffe

Pflanzliche Farbstoffe haben sich in der Evolution als besonders wichtig für unsere Gesundheit erwiesen. Die für das Auge wichtigsten Farbstoffe sind Lutein, Zeaxanthin und Anthocyane. Diese Farbstoffe schützen die pflanzliche Energiegewinnung (Photosynthese) vor Lichtschäden, indem sie das einfallende Licht aufnehmen und in Wärme umwandeln. Zudem haben sie starke antioxidative Eigenschaften. Nach der Aufnahme in den Körper lagern sich diese Farbstoffe auch in der Makula (Gelber Fleck bzw. Punkt des schärfsten Sehens) ab und schützen damit die empfindlichen Photorezeptoren wie eine „innere Sonnenbrille“ vor Lichtschäden. Der schützende Effekt von Zeaxanthin im Zusammenhang mit Makuladegeneration ist wissenschaftlich gesichert. Zeaxanthin ist insbesondere im dunkelgrünem Gemüse (Grünkohl, Spinat etc.) aber auch im Mais und Eigelb vorhanden. Anthocyane sind in hohen Mengen in dunklen Beeren (Aronia, Heidel-, Johannis-, Holunder- und Brombeeren) vorhanden.

Übergewicht vermeiden:

Mehr als die Hälfte der EU-Bevölkerung ist übergewichtig und nahezu 20% fettleibig. Die Ursachen dafür sind Überernährung in Kombination mit Fehlernährung, wie z.B. der Konsum von industriell verarbeiteter Nahrung. Industriell verarbeitete Lebensmittel enthalten meist eine inadäquate Zusammensetzung von Makronährstoffen (Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett) sowie zu wenig Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralstoffe, Omega-3 Fettsäuren etc.) und sekundäre Pflanzenstoffe (Polyphenole, Flavonoide etc.). Sie werden durch Veredelung mit diversen Zusatzstoffen (Geschmacksverstärker, Aromen, Zucker, Salz, Transfette, Konservierungsstoffe etc.) haltbar und schmackhaft gemacht. Der gute Geschmack in Kombination mit ermunternder Werbung lässt die anfänglichen Reaktionen des Körpers auf die Mangelversorgung (Müdigkeit, Verstimmungen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Heißhungerattacken etc.) verdrängen und führt mit der Zeit zu unbewusster Abhängigkeit. Der Körper versucht die Minderversorgung mit wichtigen Nährstoffen durch zusätzliche Nahrungsaufnahmen zu kompensieren, doch meist greift man aus Gewohnheit wieder zu falschen Lebensmitteln und begibt sich somit in eine Abwärtsspirale. Mittel- bis langfristige Folge davon ist Übergewicht. Übergewicht bedingt Veränderungen des Genmaterials (Verkürzung der Telomere von Chromosomen) und schwelende Entzündungsprozesse im gesamten Körper, die zur Übersäuerung und diversen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Gefäßwandverkalkungen, Gicht, Krebs, Diabetes mellitus (DM) etc. führen können. Diese erworbene Form des DM macht mittlerweile 95% aller DM-Fälle aus und betrifft fast 10% der Menschen mit steigender Tendenz. Auf Dauer schädigt DM die Augen. Zurzeit ist DM die häufigste Erblindungsursache im erwerbstätigen Alter. Abgesehen vom DM können solche Entzündungsprozesse auch andere Augenerkrankungen wie Makuladegeneration, Grünen Star, Trockenes Auge, Kurzsichtigkeit etc. begünstigen.

Die gute Nachricht ist: wir können aus eigener Kraft diese Abwärtsspirale unterbrechen und einen entscheidenden Beitrag zu unserer Gesundheit leisten. Studien zeigen, dass unsere Gesundheit nur zu 10-30% der Genetik geschuldet ist und zu 70-90% nicht-genetischen Faktoren (Stress, Ernährung, Bewegung). So lässt sich z.B. die erworbene Form des DM im Anfangsstadium bei der überwiegenden Mehrzahl der Betroffenen allein durch Lebensstiländerung (Ernährungsumstellung, Bewegung etc.) nicht nur behandeln, sondern auch heilen.

Vitamin D

Vitamin D beeinflusst maßgeblich unsere Gesundheit. Vitamin D reguliert nicht nur den Kalziumhaushalt, sondern spielt eine wesentliche Rolle bei allen Stoffwechselvorgängen im Körper. Wissenschaftliche Studien belegen einen statistischen Zusammenhang zwischen einem niedrigen Vitamin D-Spiegel und verminderter Lebenserwartung. Es wurde kürzlich auch ein Zusammenhang zwischen Vitamin D-Spiegel und der Kurzsichtigkeit im Kindesalter nachgewiesen und zwar unabhängig davon wie viel Zeit die Kinder im Freien verbrachten. Das bedeutet, dass ein niedriger Vitamin D-Spiegel ein unabhängiger Risikofaktor für die Entstehung der Kurzsichtigkeit im Kindesalter ist.
Vitamin D wird Großteils vom Körper produziert, der Rest wird durch die Ernährung aufgenommen. Damit der Körper Vitamin D produzieren kann, muss die Haut der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Nachdem in unseren Breitengraden die Sonnenexposition der Haut im Jahresschnitt relativ gering ist, insbesondere, weil man hauptsächlich in geschlossenen Räumen arbeitet, sind mehr als 50% der Menschen mit Vitamin D unterversorgt. Daher ist eine Bestimmung des Vitamin D-Spiegels und eine eventuelle ergänzende Vitamin D-Einnahme in jedem Alter zu empfehlen.

Vitamin C

Die antioxidative Eigenschaft von Vitamin C und deren positiver Effekt auf den gesamten Körper sind seit langem bekannt. Vitamin C fungiert als Radikalfänger. Das bedeutet, dass Vitamin C die freien Radikale, die naturgemäß durch den Alterungsprozess bzw. Krankheiten entstehen, neutralisiert. Freie Radikale sind Moleküle, die anderen Molekülen Elektronen entreißen und somit Zellen schädigen. Vitamin C gibt dem freien Radikal freiwillig ein Elektron wodurch andere Zellen verschont bleiben. Beim Sehprozess entstehen sehr viele freie Radikale in mehreren Bereichen des Auges (Hornhaut, Linse, Glaskörper, Netzhaut). Der Einfluss von Vitamin C auf die Augengesundheit wird oft unterschätzt, aber die Tatsache, dass die Vitamin C-Konzentrationen in diversen Augenstrukturen (Hornhaut, Linse, Glaskörper) 30-200 Mal höher sind als im Blut unterstreicht dessen Bedeutung.

Omega-3-Index

Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind an vielen lebenswichtigen Körpervorgängen beteiligt (Regulation von Entzündungen, Blutdruck, Zellwachstum, Gerinnung etc.).

Zudem sind sie ein wichtiger Bestandteil von Zellmembranen im Gehirn und Auge. Für die Aufrechterhaltung der Gesundheit ist eine Balance zwischen den Abbauprodukten von Omega-3- und Omega-6 Fettsäuren wesentlich (Abb). Diese Balance wird durch ausreichende Einnahme von Omega-3-Fettsäuren erreicht.

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass eine ausreichende Gewebesättigung mit Omega-3-Fettsäuren das Risiko von diversen Augenerkrankungen senkt:

  • Altersbedingte Makuladegeneration

  • Diabetes im Auge

  • Trockenes Auge

Mit der Omega-3-Bestimmung wird laborchemisch die Konzentration von Omega-3-Fettsäuren in den Zellmembranen roter Blutkörperchen gemessen. Beim Nachweis eines Mangels wird eine ergänzende Einnahme von Omega-3-Fettsäuren empfohlen.


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